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StopOver in Bangkok

Hallo von der schönsten Hostel-Aussicht in Sydney 🙂

Bin nun vor ein paar Stunden in Australien angekommen (das war als ich begonnen hatte, den Text zu schreiben) und habe es mir nun auf dem Roof (für meine Mama: auf dem Dach) unseres Hostels bei strahlend blauen Himmel gemütlich gemacht. Aber ich wollte ja zuerst einmal von den letzten 5 Tagen berichten. Reisen (wie kann es anders sein) wir also zunächst wieder in die Vergangenheit….

….düdeldidüdeldidüü….grrrr….ring….rong…..tsss….düdeldi…..

Schwups da wären wir schon 🙂 Per halbprivaten Flughafentransfer geht es mit einem Bulli und einem Kleinbus nach Düsseldorf. Im Schlepptau habe ich nehmen meinem Rucksack und Daypack auch noch Norman, Nadine, Raffi, Diana, Christian, Jürgen, Maik, Dennis, Melanie und Daniela mitgebracht. So werden die nächsten Stunden nicht so langweilig und was gibt es schöneres als vor einer langen Reise noch mal seine engsten Freunde zu sehen. Nicht zu vergessen Jörg, der bereits bei der Abfahrt aus Lüdenscheid noch brav mit einem Taschentuch und Tränen in den Augen am winken war 😉 *Wer Fehler findet darf sie behalten*.

So ging es also auf dem langen ca. einstündigen Weg nach Düsseldorf, in denen man mir die Anspannung nun doch ansehen konnte, hätte ich vor Aufregung doch fast gekotzt. Gut das man dann seine Freunde dabei hat, die einen ein wenig Ablenken.[inspic=207,right,fullscreen,150] Die war dann auch nötig, als wir am Flughafen ankamen und der Start meiner Maschine bereits schon um eine halbe Stunde nach Hinten verschoben war. So hieß es also McDoof und Überraschungsgast, der dann in Form eines Koalas auftauchte *Insider-Ole*.

Der Abschied war, obwohl ich es eigentlich schon kannte, wieder einmal schwierig. Zwar haben wir es anders als damals bei meinem Flug in die USA schnell hinter uns gebracht, aber auf den letzten 10 Metern vor der Sicherheitskontrolle musste ich dann doch schon tief einatmen um meinen Gefühlen nicht freien Lauf zu lassen. Gut dass die Beamtin am Sicherheitsschalter Humor besaß und mich nicht nur aufforderte meine Gegenstände, sowie den Gürtel abzulegen, sondern auch meinen Hosenstall zu schließen. Somit wäre dieses Kapitel auch abgeschlossen.

Der Flug selbst verlief relativ ruhig, zumal ich sowohl auf dem Flug nach Dubai, als auch auf dem Richtung Bangkok nahezu komplett durchschlafen konnte. Somit kam ich also ausgeruht am Flughafen von Bangkok an und kam sofort schon mit dem penetranten Auftreten der Thais in Berührung. Am Ausgang des Gates stehen tausende von Taxifahrern im Flughafengebäude die dich dazu drängen mit Ihnen für einen Spitzenpreis zu fahren (@Jan Lissel: Die netten Damen vom Ballermann waren nichts dagegen). Mutig und zielstrebig ging ich aber meinen Weg weiter, da ich von Chacco aus dem Reisebineforum (Forum für Australienreisende, speziell Backpacker) bereits darauf hingewiesen wurde, die Public Taxis aufzusuchen. Später habe ich dann erfahren, dass ich mit meinen dann 500 bezahlten Bahts (rund 11 Euro) im Vergleich zu anderen mit 900 Baht noch gut weggekommen bin.

So bin ich dann gegen ca. 20 Uhr lokaler Zeit in meinem Hotel (http://www.classicplacehotelbangkok.com/) angekommen. Dort erwartete mich gleich eine Überraschung als mir am Empfang eine hübsche junge Dame einen Zettel in der Hand drückte, die Stefan Hanne für mich hinterlegt hatte. Stefan und ich hatten ein paar Tage zuvor Kontakt aufgenommen und dabei festgestellt, dass er nur 7 Stunden eher im gleichen Hotel einchecken würde. Somit machte ich mich direkt nach dem Ablegen meiner Koffer auf dem Weg zu Stefans Zimmer und lernte damit den ersten Reisebegleiter meiner Australien Reise kennen. Zudem durfte ich mich nach dem Einschalten meines Handys bereits über eine SMS von Anne Niedermayer (welche ich auch über das Internet kennengelernt hatte und auch schon telefonisch im Kontakt war) freuen, die ebenfalls schon wegen Treffpunkt anfragte. Nach einem ersten (Noch)-Urlaubsbier gingen Stefan und ich dann erst einmal ziellos vom Hotel aus durch Bangkok.

Erschreckend auf diesem Weg (Abseits vom Tourizentrum) war die Tatsache der zahlreichenden streunenden Hunde, die überall auf den Gehwegen und den Ecken lagen. Auf einer Brücke mussten wir uns bestimmt durch 20 Hunde innerhalb weniger Meter kämpfen und tierisch aufpassen, diesen nicht auf diesem Ding am Ende zu treten. Ein weiterer Horror war das jeder Tuk-Tuk und Taxi-Fahrer uns als Europäer identifizierte und sofort seine Chance kommen sah. War man am Anfang noch nett, so wusste ich zumindest am Ende der 3 Tage mit diesen Thais umzugehen. ABZOCKE pur. Nachdem wir uns dann einige Kilometer durch das wahre Bangkok gekämpft hatten, haben wir beschlossen doch noch eines dieser Tuk-Tuks zu nehmen (was übrigens ein Mörderspaß ist, wenn man nicht gerade das Gefühl hat abgezockt worden zu sein) und zur weltberühmten Khan San Road (der Backpackerstraße überhaupt) zu fahren um die Anne zu treffen, die in unmittelbarer Nähe nächtigte.

Nach hunderten SMSsen untereinander (ich möchte nicht wissen was für ein Vermögen ich in den 3 Tagen dafür losgeworden bin) trafen wir uns in der Empfangshalle ihres Hotels und ließen dort den Abend mit einem langen Gespräch und ein paar Bier (es mag nach 3 Uhr gewesen sein) ausklingen, um dann zurück zu unserem Hotel zu fahren. Dort schaute ich dann noch Live die letzten Minuten vom Ausscheiden der Bayern in der Champions League, bevor es dann nach 4 Stunden Schlaf schon wieder Frühstück hieß.

Dieser[inspic=249,left,fullscreen,150] Tag stand dann ganz im Zeichen der deutschen Backpacker. Zunächst haben wir Markus Stiller in seinem Hotel nur wenige Meter von unserem aufgesucht (ja wie kann es sein: Auch jemand den man über das Internet bereits kennengelernt hat) und sind erstmals mit öffentlichen Verkehrsmitteln (ein Geldsegen gegenüber den Taxen und TukTuks) zum Grand Palace (großer Königspalast, welcher die offizielle Residenz der Könige von Siam (heute Thailand) war. Da Markus diesen bereits schon kannte, sind nur ich, Anne (die wir dort trafen) und Stefan zur Besichtigungstour gestartet. Ein beeindruckender Palast, den man durchaus gesehen haben darf, wenn man schon in Bangkok ist.

Gegen Ende unserer Besichtigung durften wir dann noch ein besonderes Spektakel erleben, als uns ein Gewitter der besonderen Art traf. Ein Blitz nach dem anderen schlug in den hohen Türmen links und rechts nehmen uns ein und es donnerte, blitzte und regnete vom übelsten. Es war beeindruckend und erschreckend gleichzeitig. Letztendlich genoss man es aber auch, als wir in einem kleinen Pavillon saßen und uns ein weiteres Mal unterhielten.

 

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Später auf einem typischen thailändischen Markt trafen wir Markus wieder und im Schlepptau Dennis und Michael, die auf dem Rückweg von Australien waren. Wir Jungs (Anne ist zunächst zurück ins Hotel) haben dann eine einstündige Kanalfahrt gemacht (ähnlich wie man es aus Venedig kennt) die auch teilweise das arme Bangkok zeigte.

Danach bereiteten wir uns schon auf die kommenden Tage vor, indem wir uns bereits mit Wasserpistolen ausrüsteten. Denn vom 13 bis 15 April herrscht in Bangkok das Songkran Festival, welches das thailändische Neujahrsfest symbolisiert, aber vielmehr eine reine Wasser- und Puderschlacht ist. Schon am Abend sollten wir davon einen Vorgeschmack bekommen 😉 Zunächst wollten wir (Ich, Stefan, Markus, Anne) uns zwar in einem Restaurant Namens „Harmonique“ – einem typischen thailändischen Lokal – treffen, doch aufgrund der Feiertage hatte nahezu alles zu, so dass wir uns zurück auf dem Weg zur Khan San Road machten. Hier dann die Ãœberraschung: Statt der erwarteten Wasserschlacht am nächsten Tag, war man hier bereits schon an diesem Abend fest in Feierlaune.

Man kann sich das so vorstellen: Überall stehen die Leute auf oder neben der Straße, ausgerüstet mit Wasserpistolen, Flaschen und Eimern mit normalen oder sogar Eiswasser. Kommt man auch nur in die Nähe dieser Personen, so ist man quasi schon Opfer und wird Nass bis auf die Kleider gemacht.[inspic=288,right,fullscreen,150]Da quasi im ganzen Land irgendwelche Thais an den Straßen stehen, hat man quasi keine Chance diesem zu entrinnen. Neben Wasser bekommt man auch überall ein weißes Zeug, eine Mischung aus Puder und Wasser ins Gesicht geschmiert. Besonders die ganz kleinen haben einen Heidenspaß wenn sie uns Großen mit der Hand durchs Gesicht fahren dürfen. Nebenbei haben viele Thais Musikanlagen draußen aufgebaut, die die Feierlichkeiten unterstützen.

 

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Es ist beeindruckend wie friedlich dies alles verläuft. Wenn man bedenkt, dass die Thais diese Tradition schon lange pflegen und diese Veranstaltung mindestens 3 Tage lang geht, dann verwundert es schon mit was für einem Spaß und Freude die Thais bei der Sache sind. Ich habe nie jemand gesehen, der nicht ein Lächeln herausbekommen hat, nachdem man sie oder ihn nass gemacht hat. Nicht zu erwähnen muss man wohl, das gerade wir Europäer ein besonders Opfer waren 😉

Nebenbei sollte man auch erwähnen, dass nicht nur Fußgänger gut ausgerüstet sind, sondern die Thais auch ihre Jeeps liebevoll als Wasserspender ausgerüstet haben und durch die Straßen fahren. Letztendlich kann man es gar nicht richtig beschreiben, man muss einfach dabei gewesen sein. Auf jedenfall ein riesiger Spaß, auch wenn man nach einigen Stunden froh wäre, auch mal irgendwo trocken verbringen zu dürfen.

Während wir die Nacht von Donnerstag auf Freitag an einem Straßenstand bei ein paar Bier verbracht hatten, waren wir dann von Freitag auf Samstag auf dem State-Tower im Sirocco Restaurant, dem höchsten Open-Air-Restaurant der Welt. Dort waren uns zunächst die Türen verschlossen, da ich und Anne in Flip Flops auftauchten, es aber eine strenge Kleiderordnung gab. So sind wir zusammen ins nächstgelegende Kaufhaus gegangen um uns dort nach langen Ãœberlegen mit dem nötigsten und billigsten neu einzudecken. Zurück im State-Tower durften wir dann auch das Ambiente des Restaurants genießen, welches der absolute Wahnsinn war. Einfach genial. Leider haben wir die Rechnung ohne die Rechnung (was für ein Wortspiel 😉 ) gemacht. So teuer hätten wir es dann doch nicht erwartet. Das preisliche Niveau lag nicht nur über dem thailändischen Niveau, sondern sogar noch weit über dem in Deutschland. Dennoch haben wir uns den Abend nicht mehr vermiesen lassen und genossen den Flair einfach nur noch.

Den Abflugtag habe ich dann dazu genutzt, noch einmal für umgerechnet 5 Euro eine neue Thai-Frisur schneiden zu lassen. Das war das bestinvestierte Geld seit langem. Während ich in Deutschland meist nach 15 Minuten fertig war, haben sie sich dort richtig Zeit für mich gelassen. Letztendlich mag es mehr als 1 Stunde gewesen sein, inklusive 4x Haarwäsche, Kopfmassage und Ohren sauber machen 😉 Ich habe mich wohl gefühlt 🙂

Somit ging dann auch dieser Stop-Over zu Ende, indem am Ende noch ich, Stefan und Anne im gleichen Flieger Richtung Sydney saßen….

(Mehr Bilder und Videos in den entsprechenden Sections)

Bangkok Preview

So….nun also das erste Lebenszeichen von mir ausserhalb von Deutschland. Da ich aber jetzt nur eine halbe Stunden Zeit im Internet-Cafe habe, werde ich nur einen Quicki hinterlassen und hoffen dann morgen nach meiner Ankunft in Sydney kostenloses Internet zur Verfuegung zu haben, um Euch mit einem ausfuehrlichen Bericht und und vielen Bildern begluecken zu koennen. Deswegen vorab nur das wichtigste:

Mein Flug hat nach einer schoenen Verspaetung gut geklappt und ich bin sicher in meinem Hotel angekommen. Kultur habe ich hier leider nicht soviel machen koennen, da gestern das Songkran Festival begonnen hat. Ich sag Euch eins: LoveParade und Co sind ein Mist dagegen. Aber was und wie genau kommt dann mit dem naechsten Eintrag. Auf jedenfall war das schon mal ein gesunder Start, auch wenn ich froh bin, dass es weiter geht, da es als Europaer echt schwierig hier hat. Wieso und weshalb aber auch beim naechstenmal 🙂

In diesem Sinne einen lieben Gruss an die hoffentlich zahlreichen Mitleser 🙂

 PS: Mir faellt gerade auf wieviele Umlaute wir im deutschen verwenden. Ist garnicht mal so leicht auf einer Thai-Tastatur zu schreiben. Gottseidank sind zumindest normale Buchstaben drauf 🙂